Erbland, Schönenberg und Schneppsiefen präsentierten sich 2017 gemeinsam der Kommission
In den letzten Jahren haben die drei kleinen Dörfer im südwestlichen Randbereich von Gummersbach intensiv daran gearbeitet, die Zukunftsperspektiven im eigenen Umfeld spürbar zu verbessern. Die diesjährige Teilnahme am Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ war also eine Selbstverständlichkeit.
Die 230 Mitglieder starke Dorf- und Sportgemeinschaft Erbland e.V. (DSGE), die sich auch für die Belange der Ortschaften Schönenberg und Schneppsiefen einsetzt, hat sich daher um Anmeldung gekümmert. Am vergangenen Freitag war es dann endlich soweit: Die Kommission, die sich aus Kreistagsmitgliedern, Fachberatern, Vertretern der Stadt Gummersbach und Sponsoren zusammensetzt, machte sich im Rahmen einer Ortsbegehung ein Bild von den dortigen Besonderheiten. Geführt und fachkundig informiert wurde sie vom DSGE-Vorsitzenden Thomas Gottwald, dessen Vater Joachim Gottwald und von Ulrich Thalheim.
Historische Aspekte, wie verwinkelte uralte Fachwerkhäuschen, liebevoll restaurierte Herrschafts- und Bruchsteingebäude sowie bergisches Kopfsteinpflaster weckten Erinnerungen an längst vergangene Zeiten. Doch auch die Neuzeit ist längst in Erbland, Schönenberg und Schneppsiefen angekommen. Überall wurden Baulücken mit neuen oder teilweise energetisch sanierten Häusern geschlossen, oft ausgestattet mit Solarkollektoren oder Photovoltaik-Anlagen.
Dass die drei Dörfer so eng in die Natur eingebettet sind, hat einige naturbegeisterte und ortsunkundige Kommissionsmitglieder erstaunt. Denn Streuobst-, Wildblumenwiesen und renaturierte Flächen prägen das Ortsbild genauso, wie die zahlreichen Nutztiere auf den Weideflächen ringsherum.
Ein Informations-Schwerpunkt lag auf der Neuausrichtung der DSGE und deren Planungen zur Bewältigung des demografischen Wandels. Zahlreiche Aktivitäten zur Attraktivitätssteigerung im Vereinsleben und für die Dorfbewohner wurden vorgestellt. Besonders stolz sind die Verantwortlichen der DSGE auf die sozialen und verbindenden Komponenten für junge und alte Anwohner, zum Beispiel auf die vielen unterschiedlichen Veranstaltungen in der Silberseehalle, dem Mittelpunkt des Dorflebens. Auch finanziell direkt messbare Mehrwerte für das Leben in den Dörfern konnten geschaffen werden, zum Beispiel die jährliche Heizöl-Sammelbestellung.
Thomas Gottwald: „Die vorhandene Tradition und Substanz zu erhalten, ist uns wichtig, um die älteren Anwohner auf unserem Weg mitzunehmen. Noch wichtiger ist es jedoch, dass wir es schaffen, mit den neuen Vereinsstrukturen und attraktiven Angeboten das Dorfleben nachhaltig zu aktivieren und so die vielen neuen Mitbürger und jungen Familien abzuholen und für uns zu gewinnen. Soziale und ökologische Themen und Projekte spielen gerade in dieser Zielgruppe eine bedeutende Rolle.“
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Die Führung durch Erbland, Schönenberg und Schneppsiefen fand bei der Kommision des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ großes Interesse.
