In Eigeninitiative Grünanlage erstellt

Bürger schufen sich reizvollen Ruheplatz

Artikel aus der OVZ, Wolfgang Röhrich, Juli 1975.

Anmerkung (UT): Auch wenn bei dieser Aktivität die DSGE weder Initiatorin, noch Ausführende war, so zeigt der Zeitungsartikel doch sehr gut, welche Schaffens- und Umsetzungskraft in den drei Dörfern Erbland, Schönenberg und Schneppsiefen in den frühen Jahren des Vereins herrschte.

(r. Schönenberg). In eine schmucke Grünanlage haben Bürger aus Schönenberg in Eigeninitiative ein bisher verwildertes Grundstück verwandelt. Zünftig mit Spießbratenessen und Faßbier feierten sie jetzt die Fertigstellung der Anlage. Bei dem Fest wurden auch gleich die nächsten Verschönerungsarbeiten im Dorf beraten und teilweise finanziert.

Eigentlicher Anlaß für die Bürgerinitiative war die Tatsache, daß die Bundespost vor einigen Monaten eine Telefonzelle auf dem unzugänglichen Eckgrundstück zwischen der Erblandstraße und der Schönenberger Straße aufstellte. Die Telefonzelle war nur über Morast und eine Böschung schwierig zu erreichen. Daraufhin schritten die Schönenberger zur Selbsthilfe.

In rund 200 freiwilligen Arbeitsstunden konnten die beiden Straßen mit einer Treppe und Geländer verbunden werden. Um eine Birke herum entstand zusätzlich eine reizvolle Sitzecke. Die Bürger gossen um den Stamm einen Betontisch, der anschließend mit Marmorplatten gefliest wurde. Der Boden wurde mit Zementplatten ausgelegt. Die Stadt Gummersbach stellte für diese Anlage zwei Ruhebänke zur Verfügung.

Doch damit gaben sich die Bürger noch nicht zufrieden. Ebenfalls in Eigenleistung wurden noch drei Baumstämme in Blumenkübel verwandelt. Ein früherer Bewohner des Ortes fertigte zusätzlich zwei rustikale Steinblumenkübel an. Zur Straße hin setzten die Bürger als Abgrenzung Randsteine. Die Böschung wurde mit Sträuchern bepflanzt.

Das gesamte Material für die Verschönerungsarbeiten hatten Ortsbewohner zur Verfügung gestellt. Bei der Einweihungsfeier stifteten drei Bürger von Schönenberg jeweils eine Ruhebank für die weitere Ausgestaltung der Anlage. Zwei weitere Bürger spendeten je 100 Mark für zusätzlichen Blumenschmuck.

Foto (OVZ, Wolfgang Röhrich): Aus einem verwahrlosten Grundstück wurde eine reizvolle Grünanlage.