Dorf- und Sportgemeinschaft Erbland und Telekom schließen Vertrag über DSL-Anbindung
Eine weitere Lücke im Bereich der Breitbandanbindung schließt sich. In den Ortschaften Erbland, Schönenberg und Schneppsiefen sowie in der Ortschaft Osberghausen (Gemeinde Engelskirchen), nimmt die Telekom nunmehr den Breitbandausbau vor.
Gut ein Jahr hat es gedauert, bis zwischen der Dorf- und Sportgemeinschaft Erbland (DSGE) und der Deutschen Telekom ein entsprechender Ausbauvertrag am 18. Dezember 2008 abgeschlossen werden konnte, so der 1. Vorsitzende der DSGE, Axel Blüm.
Der Vertrag sieht vor, dass die Telekom bis Sommer 2009 den Ausbau realisiert und dann entsprechende Anschlüsse vorgenommen werden können. Es wird dabei eine Übertragungsrate von bis zu 6.000 kbit garantiert. Eine Vertragsbindung der einzelnen Anschlussnehmer an die Telekom ist mit dem Ausbau nicht verbunden.
Anfang 2008 beschloss die DSGE die Möglichkeiten der Breitbandanbindung für die Ortschaften auszuloten. Zahlreiche Anbieter wurden angefragt. Letztlich blieb die Deutsche Telekom übrig. Sie bot an, ein Ausbauangebot unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zu erarbeiten. Die DSGE führte zwischenzeitlich ein Umfrage bei den Einwohnern durch, um das Interesse der Bewohner an einem DSL-Anschluss gegenüber der Telekom zu belegen. Im Juni erhielt die Dorfgemeinschaft ein Angebot der Telekom. Ein DSL-Ausbau ist möglich, es muss aber ein Investitionskostenzuschuss von rd. 8.400 € durch die Bewohner aufgebracht werden.
„Eine ziemlich hohe Summe wenn man überlegt, dass in den 3 Gummersbacher Orten gerade einmal 553 Einwohner leben und die öffentliche Hand hierzu keine finanzielle Unterstützung anbieten kann“, so Blüm. Es wurde daraufhin ein Sonderkonto eingerichtet und die Bewohner in mehreren Schreiben gebeten, Einzahlungen zu leisten, damit das Projekt realisiert werden kann. Viele Bewohner beteiligten sich in den nächsten Wochen und die DSGE meldete dieses Projekt auch beim Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ an. Tatsächlich erhielt die DSGE einen Sonderpreis für die Einführung zukunftsorientierter Technologien im ländlichen Raum. Im September wurde jedoch auch klar, dass die geforderte Summe nicht aufzubringen war und das Projekt drohte zu scheitern.
Weitere Gespräche mit der Telekom waren notwendig, an denen sich auch Gummersbachs Bürgermeister Frank Helmenstein beteiligte. Die Telekom erklärte dann im Oktober, dass auch die Ortschaft Engelskirchen-Osberghausen in diesen Ausbau mit eingeschlossen werden soll. Daraufhin wurde Kontakt zum Vorsitzenden des dortigen Verschönerungsvereins, Albert Marx, aufgenommen. Zusammen mit der DSGE informierte er die Bewohner von Osberghausen und auch diese leisteten Einzahlungen auf das Sonderkonto.
Schließlich konnte Axel Blüm Anfang Dezember der Bevölkerung mitteilen, dass der von der Telekom geforderte Investitionskostenzuschuss nunmehr bereitgestellt und damit der Ausbauvertrag abgeschlossen werden kann.
Liane Nagel, Mitglied der DSGE, spricht in diesem Zusammenhang Axel Blüm, im Namen der BürgerInnen der Ortschaften Gummersbach-Erbland, Schönenberg und Schneppsiefen sowie Engelskirchen-Osberghausen ihren Dank aus. Ohne seinen tatkräftigen und unermüdlichen Einsatz wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen.
Foto (v.r.n.l): DSGE-Vorsitzender Axel Blüm, Vereinsmitglied Svenja Liebe sowie die zweite Vorsitzende der DSGE Anette Engel-Liebe freuen sich über die zukünftigen Möglichkeiten der Breitband-Anbindung.
